Beeindruckende Einblicke in die Energieversorgung: Albverein Berkheim gemeinsam mit Heimatverein zu Gast im Kraftwerk Altbach

Hinter die sonst verschlossenen Tore eines der markantesten Bauwerke der Region blickte am vergangenen Freitag die Ortsgruppe Berkheim des Schwäbischen Albvereins gemeinsam mit dem Heimatverein Berkheim. Ziel des Ausflugs war das Kraftwerk Altbach/Deizisau, das viele Mitglieder zwar täglich aus der Ferne sehen, aber nur die wenigsten bisher von innen besichtigen konnten.
Der Nachmittag startete im modernen Besucherzentrum. Dort wurde der Gruppe anschaulich vermittelt, wie die komplexe Stromversorgung in Deutschland funktioniert und welche Rolle die Anlage in Altbach dabei spielt. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von der Dimension der Technik: Von der Kohleanlieferung bis hin zur aufwendigen Reinigung der Abgase wurden alle Schritte der Stromerzeugung detailliert erläutert.

Während der rund dreistündigen Führung durch das weitläufige Gelände erhielten die Mitglieder seltene Einblicke in die Dimensionen der Energieerzeugung. Zum Glück war das am frühen Morgen aufgetretene Feuer im Tagesbunker von HKW 2 schnell gelöscht. Aus Sicherheitsgründen wurde dennoch das ältere HKW 1 besichtigt. Vom 90 Meter hohen Kesselhaus hatten wir einen tollen Rundblick auf die Umgebung sowie die Baustelle der neuen Gasturbine, welche 2027 in Betrieb geht.
Da der Besuch eines Kraftwerks mit besonderen Sicherheitsanforderungen verbunden ist, war die Gruppe dieses Mal ausschließlich in erwachsener Besetzung unterwegs.

Nach der intensiven Führung durfte auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. Wie geplant, ließen die Teilnehmer den Abend im Gasthaus Rössle ausklingen. Bei gutem Essen wurden die vielen neuen Eindrücke und technischen Details in gemütlicher Runde diskutiert.
Ein herzlicher Dank gilt Wanderführer Dirk für die Organisation dieses spannenden Blickwechsels von der Berkheimer Höhe hinunter ins Neckartal.

Nachruf zum Tode unseres Ehrenvorsitzenden Walter Schwarzwald

Mit tiefer Trauer und großer Betroffenheit haben wir Anfang Februar vom Tod unseres Ehrenvorsitzenden Walter Schwarzwald erfahren. Sein Verlust trifft uns alle schwer.

Walter trat 1968 in unsere Ortsgruppe ein – und von diesem Moment an war er nicht einfach nur Mitglied. Er war Herz, Seele und Motor unserer Gemeinschaft. Über Jahrzehnte hinweg prägte er die Ortsgruppe wie kaum ein anderer. Ein Albvereinler durch und durch, mit einer Begeisterung, die ansteckend war und viele von uns erst richtig für den Verein gewonnen hat.

Fast drei Jahrzehnte lang führte er das Amt des Kulturwarts mit einer Hingabe aus, die ihresgleichen sucht. Mit unermüdlichem Engagement organisierte er die Feierlichkeiten zum 90‑jährigen Jubiläum im Jahr 2001 und zum 100‑jährigen Bestehen 2011 – Feste, die uns bis heute in lebendiger Erinnerung geblieben sind.

Von 2012 bis 2021 stand Walter unserer Ortsgruppe als Vorsitzender vor. In dieser Zeit hat er mit beeindruckender Energie und viel Herzblut die Grundlagen unserer Familiengruppe geschaffen und gleichzeitig dafür gesorgt, dass die Ortsgruppe auch für kommende Generationen gut aufgestellt ist. Und als wäre all das nicht genug, führte er Jahr für Jahr unzählige Wanderungen an – und nahm an noch mehr selbst teil.

Für seinen außergewöhnlichen Einsatz wurde Walter 2013 mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet und erhielt 2022 das Ehrenschild des Albvereins. Noch im Januar dieses Jahres durften wir ihm persönlich die Urkunde als Ehrenvorsitzender überreichen – ein Moment, der uns heute besonders kostbar erscheint.

Wir sind Walter unendlich dankbar für alles, was er für unsere Ortsgruppe getan hat. Für seine Zeit, seine Kraft, seine Ideen, seine Wärme. Er hat Spuren hinterlassen, die bleiben.

In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei seiner Frau und seinen beiden Töchtern. Es tröstet uns, dass wir ihn kennen durften. Wir werden Walter in liebevoller, dankbarer Erinnerung behalten – als Mensch, als Freund und als unverzichtbaren Teil unserer Gemeinschaft.

Familien-Fackelwanderung am 24.01.2026

Leuchtende Augen und loderndes Feuer: Rückblick auf die Familien-Fackelwanderung des Schwäbischen Albvereins OG Berkheim.
Am Samstag, den 24. Januar 2026, lud der Schwäbische Albverein zu einer besonderen Gemeinschaftsaktion ein, die Groß und Klein begeisterte. Bei dämmerndem Himmel versammelten sich die Teilnehmer um 16:30 Uhr am Parkplatz der Osterfeldhalle in Berkheim, um gemeinsam in einen stimmungsvollen Abend zu starten.
Geselligkeit am Lagerfeuer
Ziel der ersten Etappe war das Gartengrundstück am Steinriegelplatz. Dort wartete bereits ein prasselndes Lagerfeuer auf die Wandergruppe. In gemütlicher Runde wurde mitgebrachtes Grillgut über der Glut zubereitet, während die Kinder die besondere Atmosphäre im Freien genossen. Die vom Verein bereitgestellten Fackeln lagen schon bereit und steigerten die Vorfreude auf den Höhepunkt des Abends.
Lichtermeer über den Berkheimer Feldern
Sobald die Dunkelheit vollständig eingebrochen war, hieß es: „Licht an!“. Mit brennenden Fackeln zog die Gruppe los und verwandelte die Berkheimer Felder in ein beeindruckendes Lichtermeer. Der nächtliche Spaziergang bot nicht nur eine tolle Kulisse, sondern auch die perfekte Gelegenheit für gute Gespräche abseits des Alltags.
Ein herzliches Dankeschön an Carolin Koc für die Organisation und alle Familien, die diesen Abend durch ihre Teilnahme so lebendig gemacht haben!